Groggert 1988, Seite 230:
Eine technische Neuerung von zeitbedingter, unguter Vorbedeutung brachte der Bau des großen Motorschiffs “Kelch” der Reederei Richard Kelch bei der Schiffswerft Riedel in Fürstenberg a.H. Es handelte sich nämlich um das erste Gas-Generator-Fahrgastschiff. In einem serienmäßigen Fahrzeuggenerator der Hans-Gasgeneratoren GmbH konnten Holzkohle oder ein Gemisch von Buchenholzkohle und Steinkohlenschwelkoks zu gleichen Teilen oder auch Torfkoks vergast werden. Mit diesem Betriebsstoff wurde ein 80-PS-Daimler-Motor angetrieben. Am 08. Oktober 1937 fand eine Probefahrt statt.
Die Reederei Kelch besaß zu dieser Zeit ein kleines, 110 Personen fassendes Motorschiff “Löcknitz”. Dieses Schiff war 1916 in Berlin als “Komet” erbaut worden und zunächst an die Firma Schröder & Comp. in Elbing gegangen, die es 1924 an Richard Kelch verkaufte. 1927 erhielt es den Namen “Löcknitz”. Nach dem Verkauf dieser ersten “Löcknitz” an die Reederei Bade in Jochimsthal am Werbelinsee im Jahr 1939 erhielt das neue Gas-Generator-Fahrgastschiff den Namen “Stolzenfels”, und aus der bisherigen “Stolzenfels” wurde das Motorschiff “Löcknitz” (II).

Groggert 1988, Seite 319:
“Alexander Futran”
(ex “Stolzenfels” ex “Kelch” der Reederei Richard Kelch)
Von 1953 bis 1956 war das Schiff in Stralsund eingesetzt. Bei einem Umbau 1960/61 erhielt es ein Sonnendeck und im vorderen Teil erhöhte Aufbauten. wie die Motorschiffe “Friedenswacht” und “Seebad Templin” im Osten oder “Condor” und “Berolina” (später “Neptun”) im Westen. Die Umtaufe der “Stolzenfels” in “Alexander Futran” fand 1965 statt.

Breuer 1985, Seite 88:
Alexander Futran
Als STOLZENFELS wurde in Fürstenberg (Oder) ein für die schmalen Berliner Gewässer “maßgeschneidertes” Schiff im Jahre 1936 in Dienst gestellt. Dieses mit den Anmessungen eines Finow-Schiffes (30,16 m lang und 4,92 m breit) gebaute Schiff bot 170 Personen Platz. Der Eigner Richard Kelch setzte es in der “Löcknitz-Fahrgemeinschaft” auf den Touren Erkner-Fangschleuse-Grünheide-Alt Buchhorst-Möllenhorst ein Nach dem Kriege war es von 1953 bis 1956 in Stralsund im Einsatz. Bei Übernahme durch die “Weiße Flotte” Berlin wurde es in den Jahren 1960/61 umgebaut und kann seitdem mit der Besetzung seines Sonnendecks insgesamt 210 Personen befördern. 1965 erhielt die STOLZENFELS den Namen ALEXANDER FUTRAN.

Kelch } Stolzenfels } Alexander Futran } Stolzenfels } Pinguin

der “Spree & Havelschiffahrt Reederei Grimm & Lindecke” - Pinguin

Schiffsistorie auf der Webseite DDR-Binnenschifffahrt von Uwe Giesler.

1955 Stolzenfels klein
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2005-04-03 Pinguin Roskowetz klein
2006-07-15 Pinguin 4 Roskowetz klein

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1949-08-29 Stolzenfels klein
19xx Stolzenfels - Breuer 1985 Seite 88

1975 Briefmarke Prinzessin Charlotte von Preussen-klein

Pinguin

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