Trost 1988, Seite 8:

Die Jahre 1905 bis 1914:

“...Trotz dieser zahlreichen Zugänge orderte man aber auch noch 3 Neubauten.

Die Stettiner Oderwerke bauten die beiden bisher größten Dampfer Werner von Siemens und Leopold von Ranke, die 1907 unter Bau-Nr. 579 und 580 an die Reederei abgeliefert wurden.

Sie waren 35,10 lang, 6,10 m auf Spanten und 6,60 m über Scheuerleisten breit und hatten mit 430 Personen einen Tiefgang von 1,40 m; je zwei Zweifachexpansionsmaschnen ..... sorgten für eine Geschwindigkeit von 19,5 km/h.

Werner von Siemens wurde 1925 umgebaut und bekam einen veränderten Schornstein, er überstand den 2. Weltkrieg schadenfrei, mußte aber 1945 als Reparation abgeliefert werden und ging mit dem großen Konvoi in die UDSSR.

Leopold von Ranke wurde 1934/35 auf der Teltow-Werft um 8 m auf 43,00 m verlängert und kam unter dem Namen Saarland als größter Berliner Dampfer wieder in Fahrt, vermessen für 653 Personen.
Im Herbst 1944 ist der Dampfer in Potsdam durch einen Bombentreffer gebrochen und gesunken; nach der Hebung wurde er provisorisch zusammengeschweißt und in den Teltowkanal geschleppt, nach langer Liegezeit in Steglitz wurde er dann doch abgewrackt.”

Grogert 1988, Seite 193:
1925 bekam auch der Dampfer “Werner v. Siemens” ein hölzernes Dach anstelle des Sonnensegels und einen verkürzten Schornstein. Im Winter 1926/27 wurde dieses Schiff ebenfalls in Stralau umgebaut. Die Reeling blieb auch im Bereich des Deckshauses stehen, dessen Seitenwände so konstruiert waren, daß sie im Sommer hätten herausgenommen werden können. Dies erwies sich aber als so schwierig, daß der mit Tischen und Stühlen anstelle der Holzbänke ausgestattete Deckssalon stets geschlossen blieb.”

Seite 250: “Zusätzlich zu den verbliebenen Schiffen fuhren ab Oktober 1944 noch die drei Stern-Dampfer “Werner v. Siemens”, “Baurat Hobrecht” und Theodor Fontane” für die BVG, bis die Kampfhandlungen um und in Berlin begannen. Am 20. April 1945 wurde der Betrieb eingestellt.”

Seite 255/256, Nach dem II. Weltkrieg 1945:
“Das Motorschiff “Tempelhof” und die Dampfer “Theodor Fontane” und “Wannsee” hatten die Besatzungsbehörden sogleich nach Kriegsende in Betrieb genommen. Diese Schiffe haben ebenso wie das Motorschiff “Wilmersdorf”, die Dampfer “Werner v. Siemens”, “Grünau” und eine ganze Reihe von Fahrgastschiffen anderer Reeder die Gewässer um Berlin im Sommer 1946 mit militärischer Besatzung endgültig verlassen. Einsprüche und Gegenvorstellungen gegen die Beschlagnahme, die u. a. vom Verkehrswirtschaftlichen Beirat der Zentralverwaltung Verkehr und vom Betriebsrat der Stern und Kreisschiffahrt an die Generaldirektion Schiffahrt und an den Vorstand der Sozialistischen Einheitspartei gerichtet waren, hatten keinen Erfolg. Sie wurden mit dem Hinweis auf die Potsdamer Beschlüsse und die von der deutschen Wehrmacht in der Sowjetunion angerichteten Schäden zurückgewiesen.”

Werner von Siemens

19xx Werner von Siemens f8307695

1975 Briefmarke Prinzessin Charlotte von Preussen-klein

Werner von Siemens

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Berliner Schifffahrtsgeschichte

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