Groggert 1988, Seite 114
Über die Reederei Nobiling:
“1891 ließ Friedrich Nobeling bei Hermann Schmidt in Küstrin eine zweite “Zehdenick” bauen. Dieser eiserne Schraubendampfer hatte ursprünglich einen grünen Anstrich mit weiß umrandeten Bullaugen, zwei Masten mit Ladebäumen und ein liegendes Steuerrad. Der Schornstein war schon damals mit dem grün-weißem Band, den Farben der Reederei Nobiling, geschmückt. Das Schiff fuhr jeden Mittwoch von Berlin nach Zehdenick ab und kehrte am Sonnabend nachmittags zurück. Nachdem die Ladung gelöscht war, legte die Mannschaft die Masten um und stellte an Deck Sitzbänke auf. So umgerüstet fuhr die “Zehdenick” sonntags als Personendampfer auf die Oberspree oder nach Zielen an der Havel. Die Linie nach Zehdenick und damit die Frachtschiffahrt überhaupt hat die Reederei Nobiling 1910 aufgegeben. Der Dampfer “Zehdenik” ist aber noch lange geblieben. Während des Ersten Weltkriegs trug der den Namen “Hindenburg” und wurde später nach mehreren Umbauten zum Salondampfer “Schneewittchen”.”

Groggert 1988, Seite 159
“Am 24. Juli 1916 ereignete sich ein folgenschwerer Unfall auf der Dahme bei Grünau, bei dem 21 Menschen nach einer Kollision des Dampfers “Hindenburg” mit dem Fährboot “Anna”, das 50 Fahrgäste übersetzte, ertranken.”

Groggert 1988, Seiten 204/214
1935 Reederverband:
50 Jahre Reederei Nobiling 1885 - 1935:
u. a. Dampfer Schneewittchen, 300 Personen

Groggert 1988, Seite 256
“Glimpflich verlief ein Zwischenfall, der sich im Sommer 1947 auf der “Venus” ereignete. Als das Schiff an einem strahlenden Sonntagmorgen von Wannsee nach Kladow fuhr, wurde auf der Höhe von Heckeshorn der Mannlochdeckel undicht, und eine riesige Dampfwolke quoll aus dem Maschinenraum. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden und “Schneewittchen”, damals noch mit einem provisorisch aufgesetzten eisernen Fliken über einem Einschuß an der Steuerbordseite, übernahm die erschrockenen Fahrgäste.”

Groggert 1988. Seite 258
“Vom 17. bis zum 21. April 1946 fuhr auch der Dampfer “Schneewittchen” der Reederei Nobiling für die BVG...”

Groggert 1988, Seite 319
“Von den älteren Dampfern, die bei der Spaltung im Osten vorhanden waren, sind “Schneewittchen” (Nobiling) und “Gambrinius” (Bauer) Anfang der sechziger Jahre verschrottet worden.”

Zwei Fotos der Hindenburg bzw. Schneewitchen findet sich bei Groggert auf Seite 137 und von Schneewittchen auf Seite 199.

1916 Hindenburg, Groggert 1988 Seite 137

1935 Schneewitchen, Groggert 1988 Seite 137

 

1918 Zehdenick Lindenufer Rathaus Spandau

Vermutlich der Dampfer Zehdenick/Hindenburg 1918 am Lindenufer in Spandau (vgl. Foto Groggert S. 137):

1916 Dampfer Hindenburg - Motorboot Anna
1957 Hindenburg in Brandenburg - a

Vermutlich ein anderer Dampfer mit dem Namen “Hindenburg” 1957 in Brandenburg an der Havel:

1891 Zehdenick
} Hindenburg
} Schneewitchen
Verschrottet Anfang der sechziger Jahre

1975 Briefmarke Prinzessin Charlotte von Preussen-klein

Zehdenick

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