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Mops (Kanadier der Familie Gerber)

1953 Mops

2003 überstellt ins Musum für Verkehr und Technik, heute: Deutsches Technikmuseum / Daueraustelllung Schifffahrt/Binnenschifffahrt

 

„Mops“ und meine Eltern: 1989 an der Scharfen Lanke/Breite See/„Der Sack“/Gemünde.

 

Meine Eltern, Gerhard und Gertraud Gerber, befuhren 50 Jahre lang die Gewässer rund um die Unterhavel in Spandau, Schildhorn, Kleine und Große Badewiese, manchmal auch bis runter zum Großen Fenster, nach Schwanenwerder und manchmal sogar auch bis zur Pfaueninsel.

Ihr Boot, ein Kanadier mit dem Namen “Mops”, wurde 1953 von der Söhnel Werft gebaut und 2003 ins damalige Museum für Verkehr und Technik in Berlin überführt. Dort steht es noch heute in der Dauerausstellung Binnenschifffahrt (Wassersport als Freizeitgestaltung) und kann von allen Menschen besichtigt werden.

Meine eigene Kindheit war an den Wochenenden im Sommer insofern vom Wassersport und vom Strandleben mitgeprägt. Insofern erklärt sich vielleicht auch meine kleine Vorliebe zur Berliner Unter-Havel, zwischen Spandau und den Pfauensinsel, und zum GruneWald.

Mein Vater lernte meine Mutter am Strand der Halbinsel Schildhorn kennen, als er, mit seinem „Mops“, vom Bootshaus Hempler (früher „Haus Pichelssee“) von der Scharfe Lanke aus kommend, dort angelegt hatte.

Eine erwähnenswerte Besonderheit ist, dass meine Eltern ihrem „Mops“ treu geblieben sind und sich wassersportmäßig nicht „vergrößert“ hatten. In den ersten Jahren gab es über das Bootshaus noch eine „Kanadier-Gemeinde“, aber nach und nach wechselten die Interessen und auch die finanziellen Möglichkeiten wuchsen, einige wechselten auf größere Segelboote, andere auf Motorboote. Aber meine Eltern eben nicht, sie blieben bis ins Alter beim Kanadier – und auch bei ihren Fahrrädern, denn beide machten nicht einmal einen Autoführerschein, hatten also auch niemals ein Auto. Eine Veränderung gab es nur dahingehend, dass im damaligen West-Berlin später eine Motorbootführerscheinpflicht eingeführt wurde und da „Mops“ auch einen kleinen Motor besaß, musste mein Vater für seinen Betrieb also einen Motorbootführerschein machen. Nur mit Paddel durfte „Mops“ die Havel auch ohne Führerschein „befahren“. Im Alter hatte er sich mein Vater zwar ernsthaft überlegt ein kleines Kajütboot mit Rundheck, ähnlich einer Saga24, zu kaufen, aber letztendlich blieb er und meine Mutter doch ihrem „Mops“ bis zu ihrer altersdedingten Wassersportaufgabe treu.

 

 

01. – Technische Daten

 

03. März 1953 Kaufvertrag
Söhnelwerft:

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1954 der erste Motor:
König Seitenbordmotor mit Radsteuerung.
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1972 der zweite Motor:
König Außenbordmotor, den ersten Motor übernahm die Firma König in ihr Firmenarchiv.
Mops-Bürokratie:
1989 Registrierung
1993 Sportboot-Führerschein
1997 Kleinfahrzeugausweis
„Mops“
Länge: 5 Meter
Breite: 1 Meter
Tiefgang: 15 Zentimeter

„Mops“ war nicht „billig“. Er kostete 1953 stolze 720 DM. Ein Kaufkraftrechner weist dafür heute einen Gegenwert von über 9.000 € aus. Für den ersten Motor ein Jahr später mit 395 DM heute rund 4.700 €. Für meinen Vater, der damals als Bäckergeselle gearbeitet hatte, also eine Menge Geld und ich glaube so sehr hat er sich, als bodenständiger Mann, verhältnismäßig nie wieder in „Unkosten gestürzt“. Dieses Boot anzuschaffen war ihm also sehr wichtig. Mein Vater war nicht geizig, aber über die hohen Spritkosten bei den großen Motorbooten hatte er immer gerne einen kleinen verschmitzten Kommentar übrig.

Söhnelwerft (Welt):

Alfred Söhnel hatte das Gelände, das beim Bau des Teltowkanals übrig geblieben ist, 1930 gepachtet. Der rührige Geschäftsmann eröffnete noch im selben Jahr eine Werft, in der er eigens entwickelte Holzkanadier bauen ließ. Acht Jahre später kaufte er das Areal mit dem dazugehörigen „Rudererheim“ – dem heutigen Landhaus. Bis Ende der 1960er-Jahre wurden in Kohlhasenbrück die Paddelboote aus edlen Hölzern von zehn Bootsbauern in Handarbeit gefertigt. Dann kamen die Kunststoffboote auf den Markt. Für Alfred Söhnel lohnte sich das Handwerk nicht mehr. Hauptgeschäft der Werft war seit der Einstellung des Bootsbaus die Vermietung von Lagerplätzen in den drei Bootshäusern. Das Restaurant hatte Alfred Söhnel verpachtet, am Ende stand es leer. Im Jahr 1990 starb der Werftgründer im Alter von 94 Jahren.

König Motorenbau (Wikipedia):

Die vom Berliner Unternehmen König Motorenbau hergestellten Außenbordmotoren waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die weltweit erfolgreichsten Rennmotoren in den Klassen bis 700 cm³ des Motorbootsports. Daneben wurden Außenbordmotoren für den Freizeitbereich und zuletzt auch Motoren für Ultraleichtflugzeuge hergestellt.
Das Unternehmen ging nicht in Konkurs, sondern wurde nach dem Tod des Inhabers 1991 geschlossen.

 

02. – Das Bootshaus Hempler in Pichelsdorf auf dem „Sack“:

Am 15. März 1953 wurde „Mops“ an meinen Vater übergeben. Von da an befand er sich bis zu seiner Überstellung in das Museum für Verkehr und Technik in Berlin am 21. Juli 2003 im Bootshaus Hempler in Berlin-Pichelsdorf – Am Pichelssee 22, wobei die Anschrift täuscht, das Bootshausgelände befindet sich nicht am Pichelssee, sondern an der Scharfen Lanke – auf einer Halbinsel mit der, wegen seiner Form wie ein Sack auf die historische Bezeichnung: „Der Sack“ trägt. An ihrem Ende befand sich einst eine Fabrikantenvilla, welche im Volksmund „Schloß Pichelsdorf“ genannt wurde. Außerdem soll der Sage nach von der Spitze der Halbinsel der Wendenfürst Jaczo 1157 auf der Flucht mit seinem Pferd die Havel an der „Breite See“ (allgemein bekannt als „Gatower See) zur Halbinsel Schildhorn geschwommen sein. Zu allen diesen Orten habe ich eigene Seiten angelegt:

Anzumerken ist außerdem noch, dass „irgendwo“ in der Nähe (evtl. sogar auf dem „Sack“) 1816 das erste deutsche Dampfschiff gebaut wurde, über dieses Schiff habe ich ebenfalls eine eigene Seite angelegt:

„Mops“ bewegte sich also stets in eigentlich sehr geschichtsträchtigen Gewässern 😀 , nimmt man auch noch den Pichelswerder und die Pfaueninsel als seine südlichste gelegene persönliche äußerste Ausflugsgrenze hinzu. Nördlich überquerte er die Spandauer Schleuse nur einige wenige Male um in den Tegeler See zu fahren. Besonders schöne Touren führten in aber noch weit vor der Schleuse auf dem Tiefwerder ins kleine Kanalsystem von „Klein Venedig“.

 

1930 ca.
Haus Pichelssee
 
1933 ca., Luftbild
„Scharfe Lanke“ mit „Der Sack“
 
1949 ca. Wiederaufbau
„Bootsstände Hempler“
15. März 1953 – 2003
Erster Mietvertrag für „Mops“
 

 

03. – „Mops“ im Einsatz in den 50er Jahren:

 

1953
Zum rechten Bild:
Mops noch im Holz-Auslieferungszustand.
Keine Rumpfbespannung,
kein Wasserspritzschutz und
kein Motor.
Oben am Bug das Emblem der „Söhnel-Werft“.
1953
Zum linken Bild:
Am Kuhhorn. Mein Vater schleckt ein Eis am Stil, hier genannt
„Berliner-Stange“.

Das Besondere: An der Stelle des Eisstandes wurde später die Wasserrettungsstation „Kuhhorn“ errichtet.
1954
Meine Mutter
1954
Im Bootshaus
1954 Am Kuhhorn
„Kanadierfamile“ a.d. Bootshaus
1954
Mein Vater
1954
Am Kuhhorn
1954
Am Kuhhorn
1954 „Picknick im Schilf“
Am Kuhhorn
1954
Am Kuhhorn

 

04. – „Mops“ im Einsatz 60er Jahren:

 

1967 Ich spiele Kapitän.
Hier auch: Spielschiff im Zoo.

Links:
1967 Scharfe Lanke, Heimfahrt ins Bootshaus.

1969 Kuhhorn, Eisessen

Rechts:
1969 Ich baue im Regen eine Sandburg.
Mops (mit Plane und seinem ersten Spritzschutzfenster.

Neben Schildhorn und Kuhhorn waren meine Eltern mit mir am meisten an der Kleinen Badewiese. Dort war es sehr schön, ein guter Blick übers Wasser, Sonne und Schatten, Rasen, Sand zum Buddeln und zum Baden ein guter Wasserzugang, aber man musste auch aufpasssen, denn es ging schnell tief rein. Außerdem zwei Imbisse, Sanitär und für den Notfall eine DLRG-Station. Die Imbisse waren aber nur bedingt nötig, denn meine Eltern sorgten immer für eine gute Picknickausstattung, Kartoffelsalat mit kaltem Kotlett oder Bouleten waren immer dabei. Trotzdem mochte ich insbesondere die Currybouletten von einem der beiden Imbisse, der Ketchup war genau so wie ich ihn mochte und die Gummischlangen sowieso.

Manchmal ist mein Vater mit mir alleine von der Kleinen Badewiese rüber nach Schildhorn gefahren. „Mops“ lag zwar gut und sicher im Wasser, aber wenn wir die Fahrrinne querten und dort viel Berufsschifffahrt unterwegs war, dann war das schon recht abenteuerlich, wenn dann die großen und zum Teil sich querenden Wellen ankamen. „Mops“ „rumste“ dann über die Wellen und er nahm auch Wasser über. Und im Verhältnis zu dem großen Binnenschiffen, den Frachtern und den Fahrgastschiffen, war Mops nicht einmal eine Nussschale und auch leicht von einer Schiffsbrücke aus zu übersehen. Sehr schön waren immer die Touren durch „Klein Venedig“, dass ist eine von Kanälen durchzogene Kleinkartenkolonie auf dem Tiefwerder. Aber auf dem Weg dorthin, den kurzen Weg durch den Spandauer Kanal, hatte ich immer Angst, denn mein Vater musste zusehen, dass er den Schiffen in dem engenen Kanal nicht zu nahe kam. Zurück war es dann aber immer super, den der Ausgang dieses Kanalsystems war ein grünes Wasserschutzgebiet am nördliche Teil des Stößensee. Innerhalb dieses Kanalsystems kam nicht selten das Paddel zum Einsatz und dort im Schilf lagen wir dann mit dem Boot eine Weile und dösten in der Sommerhitze. Also „purer Müßiggang„. 

Damals war es auch noch möglich mit „Mops“ in das Schilf zu fahren. Das mochte ich sehr, denn dort war dann eine andere geheimnisvolle Welt, die nahen Blätter, der sich verändernde Wasserspiegel, Insekten, Enten, ein anderer – leicht modriger aber nicht unangenehmer – Geruch, gedämpfte Geräusche, Kühle.

Einmal habe ich mit einem Vater am Schilfrand des „Sacks“ auf „Mops“ übernachtet. Er war mit einer Plane „überdacht“. Das Wasser war spiegelglatt, mein Vater schlief schon, und ich steckte mit einer Taschenlampe in der Hand den Kopf aus der Plane. In der Ferne fuhr ein großes, hell beleuchtetes und sich im Wasser spiegelndes Fahrgastschiff in Richtung des Gemünd und Musik halte über’s Wasser. Toll. Jedenfalls bis zum nächsten Morgen. Mein Gesicht war von schmerzenden Mückenstichen überzogen.  😀  

Ich war ein guter Schwimmer, aber schwimmen gelernt – man höre und staune – habe ich nicht etwa an der Havel, sondern im Urlaub in einen Schwimmbad in Österreich, da war ein richtig netter Bademeister, der sich Zeit nahm und es mir beibrachte. Mit dabei auch mein erster Sprung vom Dreier, das war aber nicht meine Welt, 1 Meter machte mir Spaß – und reichte. Als ich dann in Berlin keine „Schwimmflügel“ mehr brauchte war ich mächtig stolz.  

 

05. – „Mops“ im Einsatz 70er Jahren:

 

1971 „Der alte und der junge Kapitän“ notierte meine Mutter.
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1973
Ich mit „Asterix in Spanien“ .
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1975 Besuch meiner Tante und meiner Cousine aus England. Kleine Badewiese.
1978 Mein Vater mit unserem Hund „Bonny“ am Kuhhorn.
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Für mich, im Übergang vom Kind zum Jugendlichen, endete die Zeit auf dem Wasser. Andere Dinge, „die Welt“, waren interessanter als die kleine Idylle an der Scharfen Lanke, Schildhorn und Kleine Badwiese. Meine Eltern waren fortan mit unserem Schnauzer „Bonny“ alleine unterwegs.

 

06. – „Mops“ im Einsatz 80er Jahren:

 

1983 Breite (Gatower) See
1983 Tiefwerder „Klein Venedig“
1983 Tiefwerder „Klein Venedig“
1983 Schloß Pfaueninsel

 

07. – „Mops“ im Einsatz 90er Jahren:

 

1992
Kuhhorn

1991 Bootshausfeier: Herr Hempler (re.), meine Ehefrau (m), meine Mutter (li.) und ich.
1992
Kuhhorn

1997  „VENEZIA“ auf dem Stößensee
1997 Einbaum von Giselher Forstreuter
1998 am Steg im Bootshaus Hempler

 

08. – „Mops“ im Einsatz 2000-2003

Einige Male nahmen meine Eltern ihre Enkelkinder mit „raus auf’s Wasser“. Im Sommer 2000 gab es einen besonderen Tag. An der Kleinen Badewiese fuhr mein Vater in mehreren Rundfahrten (es passten ja nicht alle zusammen rein), mit meiner Ehefrau bzw. mit mir und unseren Kindern rüber zum Kuhhorn, nach Schildhorn und wieder zurück. Ich fuhr hier also nach rund 20 Jahren Pause auch nochmal mit ihm, was ein merkwürdiges Gefühl war, denn in meiner „Kindheitserinnerung“ war er im Innenraum „viel größer“ (wen wundert’s)  😀  . Ich wusste es damals noch nicht, aber leider war es damit auch meine letzte Fahrt mit „Mops“.

Füße abwischen, damit kein Sand ins Boot kommt. Ablegen und los geht die Fahrt. Opa mit Enkel und Sohn.

Meine Eltern fuhren zwar noch mit ihrem „Mops“, aber immer seltener. Das Alter machte sich bemerkbar und da „Mops“ jedes Jahre gewartet, sprich gestrichen und lackiert werden musste, wurde dies für meinen Vater zunehmend mühselig. 

 

09. – „Mops“ reist am 21.07.2003 ins Museum

Im Sommer 2003 fragten uns meine Eltern, ob wir ihn weiter betreiben möchten, da sie es nicht mehr konnten. Mochten wir aber nicht, aber verkaufen war auch unbefriedigend. Ich hatte dann Kontakt mit dem Verkehrsmuseum aufgenommen und erhielt sofort die Zusage, dass sie ihn gerne haben möchten. Denn wie es der Zufall sollte, war das Museum genau in diesem Moment dabei ihre Daueraustellung Binnenschifffahrt um den Bereich Wassersport zu erweitern. Meine Eltern und insbesondere mein Vater und auch ich waren glücklich, für unseren „Mops“ einen sicheren Altersruhehafen gefunden zu haben. Dort steht er nun, als ich diese Zeilen schreibe, jetzt schon seit über 22 Jahren.

„Mops“ vorbereitet für die Übergabe. Meiner Mutter steht die Wehmut ins Gesicht geschrieben.
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Am Bug führte „Mops“ einen Einsatz für einen kleinen „Berlin Wimpel“.
Gut zu erkennen die zahlreichen von meinem Vater vorgenommenen Anpassungen. Er war handwerklich „gut drauf“.  🙂
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Aber auch gut zu erkennen die gute Pflege und die ursprünglich sehr hohe Verarbeitungsqualität dieses Kanadiers der Söhnel-Werft:
Kurz vor der Abhohlung, mein Vater in einer stillen Sekunde am Steg. Er nimmt Abschied. Exakt 50 Jahre Wassersport gehen zuende.
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„Mops“ war nicht das Leben meiner Eltern, aber doch ein sehr wichtiger Teil davon. Und „Mops“ sorgte „Carpe diem“ immer für glückliche Stunden.  😀   Er war auch immer zuverlässig. Nur einmal brach während der Ausfart aus der Scharfen Lanke der Haltebebalken für den Motor. Zum Glück konnte mein Vater den Motor in einer Kraftanstrengung festhalten und so sank er nicht auf den Havelgrund. Zurück zum Bootshaus hieß es dann „paddeln“. Ich kann mich noch entsinnen wie mein Vater später sagte, dass der neu von ihm angebrachte Balken „niemals wieder brechen wird“. Zum sicheren Lauf gehörte bei beiden Motoren ansonsten immer „Zündkerze Reinigen„, ein Lappen dafür lag im Kästchen am Fahrerseitz immer bereit. Mit dabei waren auch immer zwei Paddel.

Eingangs hatte ich ja geschrieben, dass viele ursprünglichen Kanadierfahrer im Laufe ihres Wassersportlebens auf größere Schiffe gewechselt haben, Segelboote oder (für Berliner Verhältnisse) auch kleine Motoryachten. Das meine Eltern dies nicht taten, sondern tatsächlich 50 Jahre nur einem Boot, und dann auch noch einem so kleinen, treu blieben, halte ich für sehr außergewöhnlich. 

Übergabe am 21.07.2003: Zwei Mitarbeiter des Verkehrsmuseum, meine Eltern und ich:

 

10. – „Mops“ im Museum

Aber auch nachdem „Mops“ im Museum war, endete der Wassersport für meine Eltern nicht gänzlich. Mit einem Ehepaar aus der „Alten Kanadierfamile“ verband sie eine über fünfzigjährige Freundschaft und gelegentlich fuhren sie noch auf deren „großen Kahn“ mit. Wie man dem auf den Bildern sehen kann auch „viel, viel bequemer“ als auf „Mops“. 

2005 war ich mir meiner Mutter im Museum, mein Vater konnte leider nicht wie geplant mitkommen, er war nach kurzer, schwerer Krankheit kurz zuvor verstorben. Meiner Mutter steht hier daher die Wehmut ermeut ins Gesicht geschrieben. Aber sie war glücklich „Mops“ noch einmal und so gut aufbewahrt zu sehen. Einen weiteren geplanten Besuch im Sommer 2011 gab es dann nicht mehr. Meine Mutter verstarb im Frühsommer 2011 völlig überraschend nach ebenfalls kurzer, schwerer Krankheit. Beide verstarben übrigens im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, am westlichen Havelufer zwischen Gatow und Kladow, mit Blick auf die Havel und jenen Gewässern, die seit beide einst mit „Mops“ befuhren und viele glückliche Tage erlebten. So schloß sich dieser Kreis.

 

 

To be continued….

 

 

Zuletzt bearbeitet 09.02.2026