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Freya (1888)

1888 Biene XI } 1906 Borussia } Saxonia } 1921 Adler } 1925 Freya

 

Schiffshistorie

Vita Personendoppelschraubendampfer FREYA, ex BIENE XI, BORUSSIA, SAXONIA, ADLER

  • Gebaut 1888 als BIENE XI in Grabow bei Aron & Gollnow für Fa. H.A. Disch Reederei in Mainz
  • Vermessung auf 1000 Ctr. (20 t), Dampfmaschine mit 110 PS,
  • Registereintrag beim Großherzoglichen Hessischen Landgericht Mainz mit der Nr. 71 am 28.5.1896
  • Verkauf an Louis Kahnt, Schiffswerft und Maschinenfabrik in Stralau bei Berlin, Tunnelstr. 34 im Januar 1903, Registereintrag in Berlin unter der Nr. 1081
  • Verkauf an den Maschinenmeister Karl Werda und den Werkführer Reinhold Walter in Stralau im Februar 1912 für 90500 Mark, die als Kredit zu 5% vom Vorbesitzer gewährt wurden und der inzwischen in Friedrichshagen wohnt.
  • Verkauf an Hermann Neumann und Franz Schlichting aus Charlottenburg zu je gleichem Anteil im Juni 1919. Umbenennung in BORUSSIA, Registereintrag in Berlin unter Nr. 298
  • Hermann Neumann kauft den Anteil von Franz Schlichting im Dezember 1919 und wird kurzzeitg Alleinbesitzer.
  • Dampfschiffsbesitzer Georg Raban aus Berlin kauft 50% Anteil am Schiff im März 1920.
  • Verkauf des Schiffes an Gustav Thiele in Lehnin. Umbenennung des Schiffs in SAXONIA.
  • Verkauf des Schiffes an Franz und Wilhelm Stube in Brandenburg/H im Februar 1921. Umbenennung in ADLER.
  • Registereintrag in Brandenburg unter der Nr. 1211. Vermessung zu 74,126 t Tragfähigkeit. (Schreibfehler?)
  • Verkauf des Schiffes an Karl Stein in Brandenburg im Januar 1925 für 20000 Goldmark. Umbenennung in FREYA.
  • Eichung 1934 in Rathenow zu 49,232 t.
  • Eigentumsübertragung durch Schenkung an den Sohn Ernst Stein am 1.1.1932
  • Umschreibung auf Registerblatt 5. BSR 1471 im September 1940

Herzlichen Dank!
Zusammengestellt aus den BLHA Registerakten und übermittelt von Herrn Michael Sohn aus Neuruppin am 28.05.2026
www.sohn-art.de und Wikipedia: Michael Sohn

 

 

Groggert 1988, Seite 140:
Zu einem größeren Schlepp- und Personenschiffahrtsbetrieb schlossen sich um 1900 die Reedereien Louis Kahnt, Stralau, mit dem Dampfern “Lydia”, “Saxonia”, “Germania”, “Borussia” und Hermann Hertzer, Schlesische Straße 10, mit den Neutrelitzer Dampfern “Hoffnung” und “Eintracht” zusammen. Die Hauptanlegestelle der Reederei Kahnt & Hertzer lag wenige Meter unterhalb der Abfahrtstelle der Spree-Havel-Dampfschiffahrtsgesellschaft Stern und der Badeanstalt an der Stralauer Brücke Ecke Waisenbrücke. Kahnt & Hertzer waren aber auch die ersten Unternehmer, die sogleich nach Eröffnung des Neuköllner Schifffahrskanals von der Kaiser-Friedrich-Brücke und der Wildenbruchbrücke nach Zielen an der Oberspree und Dahme fuhren. Um 1907 setzte Louis Kahnt außer den erwähnten Schiffen noch die 1880 in Harburg erbaute “Victoria Luise” (ex “Lotte”) ein.

Groggert 1988, Seite 199:
Der zweite Dampfer der Reederei Stein in Brandenburg, die “Freya” (ex “Saxonia” der Reederei Kahnt & Hertzer) hatte 1927 als erstes Fahrgastschiff in Brandenburg einen geschlossenen Fahrgastraum erhalten. Die “Freya” ist 1935 zum Motorschiff umgebaut worden.

 

 

 

1906 Max Missmann / Jannowitzbrücke

Das Motiv wurde von den Verlagen „Max O´Brien“ (coloriert mit Poststempel 27.05.1915 und 31.10.1918 und 08.09.1921) und „W.M.B.“ (sw mit Aufdruck 1926) als Postkartenmotiv verwendet.

In der Vergrößerung zeigt sich links oben die „Borussia“ . Stimmt das Aufnahmedatum 1906, so wurde das Schiff offenbar schon vor 1919 von „Biene XI“ in „Borussia“ umbenannt. Durchaus auch denkbar, dass die Umbenennung früher erfolgte, aber erst später in die Schiffspapiere eingetragen wurde?

Vielen Dank für die Bildübermittlung von Michael Sohn.

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt bearbeitet 05.06.2026