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Prosit III (1919 – 1952 ASV Seekreuzer)

1918/19 Prosit III 

Eigner von 1919 – ca. 1945 konfiziert (Bericht: „A.S.V. im Kriegsjahr 1945“ mit Angaben zur Prosit)
Akademische Segler-Verein e.V. / ASV Geschichte / ASV Museum Digital

Länge: 18 Meter
Breite, 3,70 Meter
Tiefgang 2,10 Meter
Verdrängung: 18 Tonnen

Ab Minute 6:56 ist vermutlich die Prosit III in dem 1942 von der Deutschen Wochenschau produzierten, propagandistischen Dokumentarfilm Sommersonntag in Berlin für etwa 20 Sekunden zu sehen. 3 Ausschnitte siehe unten.

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→ Baugleich mit 1969 Prosit IV

 

 

22.10.1920
Die Yacht
Nummer 43
Des neuen Studentenkutters erste Fahrt

Berlin, im Oktober 1920
Frierend sitze ich in meiner Berliner Bude und höre dem kalten Ostwind zu….  Aber auch jeder andere Freund wird Freude an unseren Abenteuern haben können, so wage ich es, in Folgendem einen Bericht zu veröfffentlichen, der für das leider immer noch nicht erschienene Jahrbuch des Akademischen Seglervereins bestimmt war, und der kurz nach glücklicher Überführung unserer neuen Prosit III von Rostock über Stettin nach Berlin zu meiner damaligen Landsknrechtzeit ensttanden ist….

Recht langsam näherte sich im Sommer 1919 die neue Prosit ihrer Vollendung. Der neue Schifferrat hatte trotz mancher Gegengründe nach reiflicher Überlegung beschlossen, das Fahrzeug auf jeden Fall noch in diesem Jahr nach Weinmeisterhorn zu bringen. Immer wieder jedoch verzögerte sich die Fertigstellung der Prosit, so dass es Mitte Otober wurde, bis die ungeduldig harrende Ueberführungs-Mannschaft zusammengerufen werden konnte. Doch auch jetzt noch nicht konnte das Werk beginnen, denn just sperrte der böse Feind unsere Osthäfen [Link]. So verstrich manch köstlich milder Herbststag, bis endlich am 26. Oktober die Küstenschiffahrt wieder frei war und am 28. Oktober [1919] die Mannschaft sich in Warnemünde sammeln konnte, wohin das Boot bereits überführt war…..

…so dass die Prosit bald einem Polarfahrer glich. Schlag auf Schlag mussten wir bis zum Leitholm kreuzen und beim Wenden war es possierlich anzusehen, wie die Füxe auf dem spiegelglatten Deck zum Manöver nach vornrutschten. Sie legten sich zu dem Zweck auf den Rücken und verholten sich an den Strecktauen mit affenartiger Geschwindigkeit nach vorn. 
1/2 9 Uhr abends hatten wir den Leitholm erreicht und konnten die Richtfeuer der Oder im Allgemeinen anhegen. Wir fanden in der dunklen Nacht auch richtig das Loch zum St.Y-Hafen, in das der Wind gerade hineinsand…. noch bis 2 Uhr morgens (10. November [1919]) angenehm beschäftigte…

…Schleppen war des Eisgangs wegen unmöglich…. Nach 6 Wartetagen in Stettin benutzte die Mannschaft am Sonntag, den 16. November [1919], die erste Zugverbindung nach Berlin und trennte sich. Sie hatte im ganzen 19 Tage auf die Ueberführung verwandt, von denen 6 Seetage waren….

… So endet der Bericht. Es ist noch zu vermerken, dass das neue Boot noch eine ganze Reihe von Tagen wegen Vereisung der Wasserstrassen beim Stettiner Yachtclub liegen bleiben musste, bis es schließlich von einer neu abgeteilten Mannschaft im Schlepp eines Eisdampfers der stets hilfsbereit Reederei Rothenbücher [→ Forst Grunewald: Rothenbücher/Weinmeisterhorn und → Berliner Dampfer: Rothenbücher] nach Weinmeisterhorn überführt werden konnte, wo es im November [1919] wohlbehalten eintraf.

 

03.12.1920
Die Yacht
Nummer 49
„Studentenkutters erste Ostseefahrt
Im Winter 1919/20 hatte sich für den A.S.V.-Berlin eine bedeutsame Tradition vollzogen, die einen neuen Abschnitt seiner Geschichte einleitete: Die Prosit III, der neue Studentenkutter, hatte die Wert verlassen und seinen Einzug in den Heimatshaven Weinmeisterhorn und Spandau gehalten.“

 

25.08.1922
Die Yacht
Nummer 34

 

31.07.1924
Die Yacht
Nummer 31
Ostwoche 1924 / Die Wettfahrt in der Danziger Bucht am 18. Juli 1924

 

13.02.1926
Die Yacht
Nummer 7
Der Akademische Segler-Verein 40 Jahre alt. 

 . . 

 

xx.xx.1926
Die Yacht
Nummer 33

 

21.08.1926
Die Yacht
Nummer 34

 

22.07.1933
Die Yacht
Nummer 29

 

26.05.1934
Die Yacht
Nummer 21 
Norwegenreise 1933 der Prosit III

Dem für Seereisen zur Yawl umgetakelten Kutter „Prosit III“ des Akademischen Segler-Vereins, Berlin, ist für die im folgenden beschriebene Reise der Langfahrtpreis des Deutschen Seglerverbandes zugesprochen worden.

02.06.1934
Die Yacht
Nummer 22
Norwegenreise der „Prosit III“ (Schluß)

 

 

AK gelaufen Dienstag, 05.06.1934:

Unterzzeichnet von: Hein / Schri-hütten / Reno / Kurt

„Von einer gemütlichen A.H.-Versammlung [Alte Herren Versamlung] auf dem Haus grüßen Euch, alt begr. [begrüßt], herzlichst!“
und
„All right! Herzlichst Havel-vielen Dank noch für das tadelloseBild! Am Ostsee [sic] übermorgen als Gast mit-machen. Reno“

Dazu noch ein doppeldeutiger Trinkspruch hin (KI Übersetzung):

„Herzlichst! Du/Dein altes Prosit!
Schri hütten“

KI zu Schri-hütten:

„Bei studentischen Segelvereinen wie dem Akademischen Segler-Verein (ASV) war und ist es bis heute absolute Tradition, dass die Mitglieder untereinander Spitznamen (sogenannte „Kneipnamen“ oder „Vulgonamen“) tragen. … „Schri“ kommt sehr wahrscheinlich vom plattdeutschen oder berlinerischen Wort für „Schreiben“ oder „Schreiber“ (oft genutzt für jemanden, der Protokoll führt, den Schriftwart im Verein macht oder schlicht der „Schreiberling“ der Crew war). „Hütten“ bezieht sich im maritimen Kontext fast immer auf die Kajüte, die Schiffshütte oder das Bootshaus.“

Es ist zu vermuten, dass der Adressat:

„Hrn. Dr. Ernst Kotelmann
und Tante Emmi
Murnau/Obb.
Utzschneiderstr. 16.“

(Übersetzung laut KI, ich kann die Handschrift nicht entziffern) also ebenfalls ein „Alter Herr“ war.

Sammlung H. Piel Wismar:

Die Karte befand sich offenbar vor mir bereits in einer privaten Sammlung. Um wen es es sich gehandelt haben könnte, habe ich mit der KI diskutiert, möchte es hier an dieser Stelle aber offen lassen.

Auch möchte ich hier an dieser Stelle offen lassen, wer die „Alten Herren“ Hein, Reno, Kurt, Schri-hütten und Dr. Kotelmann waren. Aber wer sich hier in der Geschichte des A.S.V. auskennt, dre wird es bestimmt herausfinden.

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Google KI-Diskussionsverlauf / Stand 28.09.2026

 

 

1936
Youtube
50. Stiftungsfest des ASV

Die „Prosit III“ ist zu sehen ab Minute 00:45, Minute 03:04, Minute 05:08 und Minute 05:52.

 

1920-1938
A.S.V.
Die Prosit III auf verchiedenen Fotos: Saalbild 10 – Prosit III

Technische Daten:
Länge ü.a. 18 m, LWL 11,7 m, Breite 3,7 m, Tiefgang 2,1 m, Segelfläche 153 qm
Ab 1938 Hochtakelung als Yawl (Segelriss: Henry Gruber).

 

 

Aus: 1942 – Sommersonntag in Berlin
Vielleicht die Prosit III

 

 

Vermutlich Prosit III:

 

 

 

14.05.2020
Die Yacht
Fahndung

Ehemalige ASV-Yacht „Prosit III“ in Spanien verschwunden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vermutlich keine der Prosits. Aber die Bilder sind datiert und Segelyachten mit 2 Masten sind in Berlin selten.
Darum habe ich diese Aufnahmen hier aufgenommen.
1938 Stößensee:1949 Wannsee:Unten: Vielleicht ca. 1969?
Und hier noch eines in s/w und auf der Rückseite eine Beschriftung mit Kugelschreiber: „nicht bloss in Kiel gibts Seegler„. Ich vermute im Hintergrund einen „Berliner Dampfer“ und und das Grunewald-Unter-Havelufer. 

 

 

 

Zuletzt bearbeitet 28.09.2026